Drei neue Legionellenfälle in Bremen

Seit November 2015 kämpft man in Bremen mit einem Legionellenproblem. Bis jetzt sind insgesamt 40 Menschen erkrankt und 3 verstorben. Vermutet wird ein mit Legionellen kontaminiertes Rückkühlwerk. Da es in Deutschland keine Pflicht für die Meldung von offenen Verdunstungskühlanlagen gibt, gestaltet sich die Suche für die Behörden als ausgesprochen schwierig. Wo soll man suchen, wenn man nicht weiß wo ? Die Legionellenausbrüche in Ulm und Warstein hätten längst eine Warnung sein müssen. Der Legionellenausbruch im August 2015 in New York hätte ebenfalls ein Umsetzen einer solchen Meldepflicht auch bei uns zur Folge haben müssen. In New York erkrankten 120 Personen und 12 verstarben. Bremen hat jetzt eine Meldepflicht für diese Kühlanlagen eingeführt. Damit übernimmt Bremen eine Vorreiterrolle in Deutschland.

http://www.radiobremen.de/nachrichten/gesellschaft/legionellen-infektionen100.html

Andere europäische Länder wie z.B. Großbritannien haben die Gesamtproblematik Legionellen schon vor Jahren als Gesetz verabschiedet. In Großbritannien ist das in der ACoP L8 (Approved Code of Practise) festgehalten. Hier gibt es eine Meldepflicht für diese Kühlanlagen bereits seit 25 Jahren ! Alle Systeme sind bei der HSE gemeldet. Bei einem Legionellenausbruch ist man folglich schnell in der Lage die „Verdächtigen“ zu identifizieren.

Die Firmen werden jetzt dazu angehalten ihre Systeme zu reinigen und zu desinfizieren. Das ist sicher richtig, aber was war die Ursache für den Befall mit Legionellen? Es ist notwendig in regelmäßigen Abständen eine Risikobewertung des gesamten Kühlsystems vorzunehmen. Die Ursachen können vielschichtig sein: Totleitungen, falsche Wasserbehandlung, zu geringe Verweildauern der Biozide usw.. All diese Punkte müssen in einem Risikomanagement und einer Risikobewertung aufgeführt, dargestellt und letztlich auch abgestellt werden. Auch in diesem Bereich gehört Großbritannien zu den führenden Staaten weltweit.

Unser Unternehmen hat sein Risikomanagement den britischen Regeln angepasst. Das Risikomanagement, die Riskobewertung, die Checklisten und das Tagesgeschäft orientieren an der englischen Regelung ACoP L8. Die Richtlinien der VDI 2047 Blatt 2 werden dabei berücksichtigt. Mitarbeiter aus unserem Unternehmen sind nach den britischen Regelungen zertifiziert:

„Principles of legionella awareness“ von der Highfield Awarding Body for Complience (HABC)

CPD Certificate „Principles of Legionella Awareness & Risk Assessment Management“

Wir sind gern bereit Ihnen bei der Umsetzung Ihres Legionellenmanagements behilflich zu sein. Rufen Sie uns an 030-47 48 11 84 oder senden Sie uns eine e-mail: wasserservice@inprona.de.

Wir werden uns kurzfristig bei Ihnen melden.

Eines sollte bei der Problematik nicht vergessen werden: Erkrankte und Tote sind bei einer möglichen Prävention keine Unfälle.

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