Zertifizierter Sachverständiger für Kühlwasserhygiene gemäß ISO/IEC EN 17024

Zertifizierter Sachverständiger für Kühlwasserhygiene gemäß ISO/IEC EN 17024

Unser Mitarbeiter Herr Dennis Böse hat im Februar 2019 erfolgreich seine Ausbildung zum Zertifizierten Sachverständigen Kühlwasserhygiene gemäß ISO/IEC EN 17024 abgeschlossen. Wir freuen uns über dieses Ergebnis.


42. BImSchV. vom Bundesrat am 02.06.2017 verabschiedet

42. BImSchV. vom Bundesrat am 02.06.2017 verabschiedet

Am 02.06.2017 verabschiedete der Bundesrat die 42. BImSchV. (Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider – 42. BImSchV).
Sie ist am 19. Juli 2017 in Kraft getreten.

https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl117s2379.pdf%27%5D__1500551218368

Worum geht es in der 42. BImSchV und was müssen Sie als Betreiber jetzt beachten.

Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider können unter
bestimmten Bedingungen legionellenhaltige Wassertröpfchen (Aerosole)
emittieren, die beim Einatmen bei Menschen zu schweren Lungenentzündungen (Legionellose) sogar mit Todesfolge führen können.
Diverse Legionellenausbrüche mit Erkrankten und Todesfällen in Deutschland zeigen die Notwendigkeit der 42. BImSchV.
– 2010 Ulm – 64 Erkrankungen und 5 Todesfälle
– 2013 Warstein – 160 Erkrankungen und 2 Todesfälle
– 2014 Jülich – 42 Erkrankungen und 2 Todesfälle
– 2015 und 2016 Bremen – in 2 Ausbruchswellen im November 2015 und Februar 2016 erkrankten 45 Menschen und 3 verstarben.
Bei einer Registrierungspflicht der Kühltürme in einem zentralen Kataster wäre der 2. Ausbruch möglicherweise zu verhindern gewesen.
In der 42. BImSchV. ist eine Registrierungspflicht aller offenen Kühlsysteme festgehalten. Die Einführung dieser Registrierungspflicht wird voraussichtlich Mitte 2018 erfolgen.
In anderen europäischen Ländern gibt es eine solche Registrierungspflicht bereits seit vielen Jahren, z.B. Großbritannien seit 1991.

Grundlage der 42. BImSchV. ist die VDI 2047 Blatt 2, die im Januar 2015 in Kraft getreten ist.

Ziel der 42. BImSchV ist es, durch eine Verordnung bundeseinheitlich die Anwendung des Standes der Technik sowie unmittelbar anwendbare technische und organisatorische Pflichten bei der Errichtung und dem Betrieb von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern umzusetzen, um Gefahren zu verhindern sowie die Auswirkungen dennoch eintretender Gefahren nicht ordnungsgemäßer Betriebszustände zu mindern.

Für die Betreiber ergeben sich daraus zahlreiche Pflichten für die Einhaltung der Vorgaben und der Gewährleistung sicherer Betriebsabläufe an offenen Kühlsystemen, um Gefahrenquellen zu vermeiden.
So besteht u.a. für den  Betreiber die Pflicht, eine Gefahrenanalyse für sein Kühlsystem erstellen zu lassen.
In dieser Gefahrenanalyse sind die Systemdetails auszuwerten, die Wasserbehandlung, innere wie äußere, muss überprüft werden, Risikostätten wie z.B. Seniorenheime, Krankenhäuser müssen innerhalb eines Umkreises von einem Kilometer zum Kühlturm ermittelt werden, eine Verantwortungsstruktur muss erstellt werden, ein Logbuch (Checkliste) mit allen relevanten Parametern der Kühlwasserbehandlung muss geführt werden usw.

Unser Team unterstützt sie gern bei der Umsetzung der Vorgaben der 42. BImSchV. / VDI 2047 Blatt 2.
Dabei können wir nicht nur auf die 42. BImSchV und die VDI 2047 Blatt 2, sondern auch auf das 25-jährige Know-how der britischen Legionellengesetzgebung (ACoP L8), die als beispielhaft gilt, zurückgreifen.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern
Telefon: 030-47 48 11 84 oder per e-mail wasserservice@inprona.de

 

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14. Workshop acqua e vita Wasserforum e.V. „Hygienische Sicherheit in Kühltürmen“

14. Workshop acqua e vita Wasserforum e.V. „Hygienische Sicherheit in Kühltürmen“

Am 05. Dezember 2016 fand im Berliner Hotel Abacus der 14. Workshop des acqua e vita Wasserforum mit dem Thema „Hygienische Sicherheit in Kühltürmen“ statt.
Über 60 Besucher nahmen an der Diskussionsrunde teil.
Zu den Gästen des Workshops gehörten Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Betreiber von offenen Kühlsystemen, Dienstleister, Umweltlabore usw.
Es wurde über die Gefahren für die menschliche Gesundheit, die von Legionellen in offenen Kühlsystemen ausgehen informiert.
Frau Dr.Lelgemann vom Gesundheitsamt Bremen informierte die Teilnehmer welche Probleme für ein Gesundheitsamt entstehen, wenn sich ein Legionellenausbruch mit Erkrankten und Toten ereignet. Im November 2015 und März 2016 gab es zwei Legionellenausbrüche in Bremen mit insgesamt 40 Erkrankten und 3 Toten. Eines der größten Probleme bestand darin, dass es keine Informationen gibt, wo sich die Kühlanlagen befinden, da es in Deutschland keine Meldepflicht für solche Anlagen gibt. In anderen europäischen Ländern gibt es solche Kataster seit Jahren. In Großbritannien gibt es eine solche Meldepflicht bereits seit 25 Jahren.

Die Firma inprona informierte in ihrem Vortrag über die Risikobewertung und das Risikomanagement für offene Kühlsysteme. Aufgrund unserer Partnerschaft mit der Firma SUEZ Water Conditioning Services Ltd. können wir auf die 25-jährige Erfahrung der britischen Legionellengesetzgebung im Umgang mit Legionellen in offenen Kühlsystemen zurück greifen.

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In Deutschland gibt es eine ähnliche Verordnung zur hygienischen Sicherheit in Rückkühlwerken seit Januar 2015.

In der Lobby präsentierten verschiedene Unternehmen ihre Leistungen zu der Thematik „Hygiene in Rückkühlwerken“.

14. Workshop acqua e vita Wasserforum e.V. „Hygienische Sicherheit in Kühltürmen“

14. Workshop acqua e vita Wasserforum e.V. „Hygienische Sicherheit in Kühltürmen“

 

Am 05. Dezember 2016 findet im „Abacus Tierpark Hotel Berlin“ der 14. Workshop des Acqua e vita Wasserforums e.V. mit dem Thema „Hygienische Sicherheit in Kühltürmen statt.
Bei dem ganztägigen Workshop im  werden eine Reihe von Referenten über die Problematik von mikrobiologischen Kontaminationen in Rückkühlwerken informieren.
Experten aus der Wirtschaft, Hygienespezialisten, Gesundheitsämter werden zu dem Thema Stellung beziehen.

Die Legionellenausbrüche von Ulm, Warstein, Jülich und Bremen mit zahlreichen Erkrankten und einigen Toten sind Gründe genug diese Problematik in einem Workshop zu behandeln. Im Januar 2015 wurde aufgrund der beiden erstgenannten Legionellenausbrüche die VDI 2047 Blatt 2 „Rückkühlwerke; Sicherstellung des hygienischen Betriebs von Verdunstungskühlanlagen“ verabschiedet. In anderen europäischen Staaten gibt es solche Regelungen bereits seit Jahren. In Großbritannien wurde eine Legionellengesetzgebung bereits im Jahr 1991, also vor 25 Jahren, verabschiedet. Die englische Gesetzgebung ACoP L8 (Approved Code of Practise L8) gilt in diesem Bereich als beispielhaft. In Großbritannien gibt es seit dieser Zeit eine Meldepflicht von offenen Kühlsystemen. Sie sind zentral erfasst.

Herr Böse von der Firma inprona wird auf diesem Workshop zu dem Thema „Risikobewertung und Risikomanagement von offenen Kühltürmen“ einen Vortrag halten. Aufgrund der Zusammenarbeit der Firma inprona und ihrem britischen Partner SUEZ Water Conditioning Services Ltd. orientiert die Risikoberwertung und das Risikomanagement auf das Know how der britschen Legionellengesetzgebung ohne jedoch die VDI 2047 Blatt 2 außer acht zu lassen. Herr Böse ist nach den englischen Regularien zertifiziert.

Drei neue Legionellenfälle in Bremen

Drei neue Legionellenfälle in Bremen

Seit November 2015 kämpft man in Bremen mit einem Legionellenproblem. Bis jetzt sind insgesamt 40 Menschen erkrankt und 3 verstorben. Vermutet wird ein mit Legionellen kontaminiertes Rückkühlwerk. Da es in Deutschland keine Pflicht für die Meldung von offenen Verdunstungskühlanlagen gibt, gestaltet sich die Suche für die Behörden als ausgesprochen schwierig. Wo soll man suchen, wenn man nicht weiß wo ? Die Legionellenausbrüche in Ulm und Warstein hätten längst eine Warnung sein müssen. Der Legionellenausbruch im August 2015 in New York hätte ebenfalls ein Umsetzen einer solchen Meldepflicht auch bei uns zur Folge haben müssen. In New York erkrankten 120 Personen und 12 verstarben. Bremen hat jetzt eine Meldepflicht für diese Kühlanlagen eingeführt. Damit übernimmt Bremen eine Vorreiterrolle in Deutschland.

http://www.radiobremen.de/nachrichten/gesellschaft/legionellen-infektionen100.html

Andere europäische Länder wie z.B. Großbritannien haben die Gesamtproblematik Legionellen schon vor Jahren als Gesetz verabschiedet. In Großbritannien ist das in der ACoP L8 (Approved Code of Practise) festgehalten. Hier gibt es eine Meldepflicht für diese Kühlanlagen bereits seit 25 Jahren ! Alle Systeme sind bei der HSE gemeldet. Bei einem Legionellenausbruch ist man folglich schnell in der Lage die „Verdächtigen“ zu identifizieren.

Die Firmen werden jetzt dazu angehalten ihre Systeme zu reinigen und zu desinfizieren. Das ist sicher richtig, aber was war die Ursache für den Befall mit Legionellen? Es ist notwendig in regelmäßigen Abständen eine Risikobewertung des gesamten Kühlsystems vorzunehmen. Die Ursachen können vielschichtig sein: Totleitungen, falsche Wasserbehandlung, zu geringe Verweildauern der Biozide usw.. All diese Punkte müssen in einem Risikomanagement und einer Risikobewertung aufgeführt, dargestellt und letztlich auch abgestellt werden. Auch in diesem Bereich gehört Großbritannien zu den führenden Staaten weltweit.

Unser Unternehmen hat sein Risikomanagement den britischen Regeln angepasst. Das Risikomanagement, die Riskobewertung, die Checklisten und das Tagesgeschäft orientieren an der englischen Regelung ACoP L8. Die Richtlinien der VDI 2047 Blatt 2 werden dabei berücksichtigt. Mitarbeiter aus unserem Unternehmen sind nach den britischen Regelungen zertifiziert:

„Principles of legionella awareness“ von der Highfield Awarding Body for Complience (HABC)

CPD Certificate „Principles of Legionella Awareness & Risk Assessment Management“

Wir sind gern bereit Ihnen bei der Umsetzung Ihres Legionellenmanagements behilflich zu sein. Rufen Sie uns an 030-47 48 11 84 oder senden Sie uns eine e-mail: wasserservice@inprona.de.

Wir werden uns kurzfristig bei Ihnen melden.

Eines sollte bei der Problematik nicht vergessen werden: Erkrankte und Tote sind bei einer möglichen Prävention keine Unfälle.

HABC Zertifikat „Principles of legionella awareness“ für Dennis Böse

HABC Zertifikat „Principles of legionella awareness“ für Dennis Böse

Wir sind stolz darauf, dass unser Mitarbeiter Dennis Böse das Zertifikat „Principles of legionella awareness“ von der Highfield Awarding Body for Complience (HABC) erhalten hat.

Im Zuge der neuen Richtlinie VDI 2047 Blatt 2 „Hygiene bei Rückkühlwerken“ dient die Ausbildung bei der HABC und das Zertifikat bei der praktischen Umsetzung der neuen VDI 2047 Blatt 2 in Unternehmen mit offenen Verdunstungskühlern. Wir sind Ihnen gern behilflich bei der Erstellung Ihres Risikomanagements, der Risikoberwertung und dem Logbuch für eine transparente Einhaltung der VDI 2047 Blatt 2.

Wir freuen uns auf Ihren Anruf unter der 030-47 48 11 84 oder schicken Sie uns eine e-mail unter risk-management@inprona.de

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VDI 2047 Blatt 2 –  Was ist zu tun in meinem Unternehmen? (Risikobewertung – Risikomanagement – Logbuch)

VDI 2047 Blatt 2 – Was ist zu tun in meinem Unternehmen? (Risikobewertung – Risikomanagement – Logbuch)

Was sind Legionellen
Legionellen sind eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien der Familie Legionellaceae. Die bedeutsamste Art ist die Legionella pneumophilia. Diese Art ist der Erreger der Legionärskrankheit oder Legionellose.

Legionellen sind natürlich vorkommende Bakterien, die sich überall im Süßwasser entwickeln können, so auch in Trinkwasserleitungen, Anlagen zur Trinkwassererwärmung, Klimaanlagen mit Sprühbefeuchtung oder Whirlpools.

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Optimale Lebensbedingungen sind Wassertemperaturen zwischen 25 – 50 °C, in denen sie sich rasant vermehren.
Die Aufnahme des lungengängigen Aerosols – z.B. beim Duschen, in klimatisierten Räumen mit Sprühbefeuchtung, in Whirlpools, Verdunstung von Kühltürmen o.ä. durch Vernebelung – kann zu schwer verlaufenden Erkrankungen führen.

Besondere Risikogruppen für eine Anfälligkeit von Legionellen sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Personen die an Lungenkrankheiten leiden, Raucher und ältere Menschen ab 50 Jahren. Hervorzuheben wäre in diesem Fall, dass Männer weitaus empfindlicher gegenüber Legionellen reagieren als Frauen.

Die Krankheitsbilder sind das Pontiacfieber und Legionärskrankheit

Legionellenausbrüche
Der erste dokumentierte Ausbruch ereignete sich im Juli 1976. Bei einem Treffen der 58. American Legion im Bellevue Stratford Hotel Philadelphia erkrankten 221 Personen. 34 Personen starben an der Infektion. Das entspricht einer Sterblichkeitsrate von 15 %. Bei einer typischen Lungenentzündung (Pneumonia) liegt die Sterblichkeitsrate < 5 %.
Die Ursache lag an der Klimaanlage.
Interessant bei diesem Ausbruch war, dass von den 221 Erkrankten 72 Personen gar nicht in dem Hotel waren, sondern sich nur in der Nähe des Hotels aufhielten.

Weitere Legionellen Ausbrüche durch Kühltürme ereigneten sich:
2001 Murcia Spanien mit 449 Erkrankten und 6 Toten
2003 Harnes Frankreich mit 69 Erkrankten und 14 Toten
2004 Lidköping Schweden mit 32 Erkrankten und 2 Toten
2005 Toronto Kanada mit 127 Erkrankten und 21 Toten
2010 Ulm Deutschland mit 65 Erkrankten und 5 Toten
2013 Warstein Deutschland mit 165 Erkrankten und 3 Toten

Bei einem weiteren Ausbruch in Jülich im Jahr 2014 erkrankten nachweislich 39 Personen an einer Legionelleninfektion. Die Ursache konnte nicht 100 % -ig ermittelt werden.

Welche Gefahr stellen offene Kühlsysteme dar ?
Verdunstungskühlanlagen sind Kühlanlagen bei denen Wasser verrieselt oder versprüht wird oder anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann.
In Verdunstungskühlanlagen mit offenem Kreislauf wird das Kühlwasser über Rieseleinbauten verteilt und gleichzeitig mit Luft gekühlt. Ein kleiner Teil des Kühlwassers verdunstet, wodurch der Kühleffekt entsteht. Das auf diese Weise gekühlte Wasser wird in einer Wanne aufgefangen. Die abzuführende Wärme wird mit der Abluft an die Umgebung abgegeben.
Durch die Verdunstung kommt es zu der Bildung von Aerosolen, über die auch Legionellen in die Außenwelt gelangen können.
Obwohl es hochmoderne Tropfenabscheider gibt, ist es nicht zu gewährleisten, dass es zu einem Aerosolaustrag kommt.
Um das Risiko für das Wachstum von Legionellen so gering wie möglich zu halten, ist der wichtigste Punkt, die Prävention.
Folgende 4 Punkte sind bei der Prävention besonders zu beachten:
1. Korrosion
2. Kalkablagerungen
3. Fouling
4. Mikrobiologische Aktivität
Korrosion:
Viele in Betrieb befindliche Kühltürme haben als Material verzinktes Stahlblech. Bei solchen Kühltürmen muss darauf geachtet werden, dass es nicht aufgrund eines zu hohen pH-Wertes zu einer Ablösung der Verzinkung kommt. Die Folge ist Korrosion (weißer Rost).
Ein weiterer Punkt sind Mischinstallationen im Rohrsystem und den Wärmeüberträgern. Es muss ein entsprechender Korrosionsschutz in das System geimpft werden. Korrosionsablagerungen bieten eine hervorragende Grundlage für das Wachstum von Legionellen.

Kalkablagerungen:
Kalk ist die lokale Ausfällung von normalen wasserlöslichen anorganischen Salzen. Beeinflusst wird die Bildung von Kalk durch die Konzentration von Kalzium und Magnesiumsalzen, der Alkalinität und dem pH-Wert, der Temperatur an den Oberflächen und im Wasser und von der Konzentration an vollständig gelösten Feststoffen.

Das Ergebnis von Kalk sind eine Verringerung der Wärmeübertragung, eine Verringerung der Durchflussraten und eine Verringerung an Effektivität. Auch diese Ablagerungen bieten eine sehr gute Grundlage für das Wachstum von Legionellen.

Um Härteausfällungen entgegenzuwirken sollten dem Kühlwasser Härtestabilisatoren zu geimpft werden. Die Härtestabilisatoren sollten entsprechend der Qualität des Zusatzwassers und der Konzentration im Umlaufwasser gewählt werden.

Fouling:
Der Begriff Fouling wird angewandt bei Ablagerungen von partikulären Materialen und Verunreinigungen wie z.B.:
a) unlösliche Korrosionsprodukte
b) Kalkablagerungen
c) Schlamm, Schmutz
d) luftgetragene Stäube

e) biologischer Materie wie Insekten, Pollen, Pflanzenmaterial inkl. der Bildung von Schleim.
Das Ergebnis hieraus kann Korrosion unter den Ablagerungen sein (Mikrobiologisch induzierte Korrosion( MIC), eine gesteigerte mikrobiologische Aktivität und eine starke
Vermehrung von Legionellen

Mikrobiologische Aktivität:
Die Behandlung des Kühlwassers ist entscheidend für die „Umwelt“ in der sich Mikroorganismen vermehren können. Die Wassertemperaturen, der pH-Wert, die Konzentration an Nährstoffen, die Anwesenheit von gelöstem Sauerstoff, Kohlendioxid, Sonnenlicht sowie große Oberflächen sind entscheidend für das Wachstum von Protozoen, Algen, Pilzen und Bakterien inkl. Legionellen.

Man unterscheidet bei den Mikroorganismen in festsitzende Organismen und den mobilen (planktonischen) Organismen. Beide Arten von Bakterien müssen kontrolliert und mit einem effektiven Gesamtprogramm behandelt werden.

Hier bieten Biocide eine Kontrolle der mikrobiologischen Aktivität. Sie sollen verhindern, dass es zu einem Wachstum an Mikroorganismen kommt – aber sie sind nicht geeignet, das System zu desinfizieren. Biozide werden in oxidierende und nicht-oxidierende Biozide unterschieden.

Biozide müssen gezielt entsprechend der jeweiligen Kontamination oder Belastung eingesetzt werden. Hier gilt, dass sehr viel nicht auch gleichzeitig sehr gut heißt. Es sollten Stoßdosierungen sein, die entsprechend den oben genannten Bedingungen geimpft werden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, mit verschiedenen Bioziden im Wechsel zu arbeiten, um ein Gewöhnen der Mikrobiologie zu verhindern.

Aufgrund der 4 genannten Hauptprobleme ist ein Monitoring der Systemparameter und des Systems von großer Wichtigkeit.

VDI 2047 Blatt 2 – Was ist zu tun
Im Januar 2014 erschien der Entwurf VDI 2047 Blatt 2 die Richtlinie „Sicherstellung des hygienegerechten Betriebes von Verdunstungsanlagen“
Als Konsequenz aus dem ersten in Deutschland bekannt gewordenen Ausbruch wurde 2010 durch den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) eine Arbeitsgruppe gegründet, um technische Regeln für einen hygienegerechten Bau und Betrieb von Verdunstungskühlanlagen zu erarbeiten.
In anderen europäischen Ländern gibt es ähnliche Verordnungen bereits seit längerer Zeit. Zum Beispiel erschien die 1. Auflage der britischen Legionellengesetzgebung ACoP L8 im Jahr 1991.

In der VDI 2047 Blatt 2 werden neben Hinweisen und Vorschlägen zu Konstruktion, Planung, Errichtung und Inbetriebnahme auch die Anforderungen an den Betrieb der Kühlanlagen, der Wartung und Inspektionen definiert. Darüber hinaus wird auch die sichere Kontrolle der Mikrobiologie beschrieben. Weiterhin wurden Richtwerte mit entsprechenden Maßnahmen der wichtigsten Mikroorganismen, im Besonderen Legionellen, erstellt.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das richtige Verhalten bei Stillstandszeiten der Verdunstungskühler, da gerade in dieser Phase das höchste Risiko besteht.

Um einen Überblick über das Kühlsystem zu erhalten, empfiehlt sich ein Risikomanagement mit entsprechenden Checklisten (Logbuch) zu erstellen, in denen alle wichtigen Parameter, die in der VDI 2047 Blatt 2 besprochen werden und nachvollziehbar dokumentiert werden um das Risiko durch Mikroorganismen zu minimieren.

Aufgrund der Zusammenarbeit mit unserem britischen Partner können wir auf die über 20-jährige Erfahrung im Risikomanagement auf diesem Gebiet zurückgreifen. Wir helfen Ihnen bei der Erstellung der Risikobewertung, des Risikomanagements und der Erstellung entsprechender Checklisten, die Ihnen die Überwachung Ihres Kühlsystems leichter machen.
Wir beraten Sie gern bei der praktischen Umsetzung der VDI 2047 Blatt 2 in Ihrem Unternehmen.

Zu weiteren Informationen stehen wir Ihnen gern unter der Telefonnummer 030-47 48 11 84 zur Verfügung oder senden Sie uns eine e-mail an risk-management@inprona.de

CPD Certificate für Dennis Böse

Vom 27. – 29. April war unser Mitarbeiter Dennis Böse zu Gast bei der B&V Training Academy. In diesem Zeitraum absolvierte er das CPD Certificate „Principles of Legionella Awareness & Risk Assessment Management“. Wir freuen uns sehr, dass Herr Böse dieses Zertifikat erhalten hat. Es ist ein wichtiger Schritt um unseren Kunden bei der Umsetzung von Maßnahmen gegen Legionellen und Keimen in wasserführenden Systemen zu unterstützen.

Dennis Bose – CPD Certificate

Die Kühlturmsaison geht dem Ende entgegen – Reinigung und Desinfektion Ihres offenen Kühlsystems mit Pack-Cleanse

Die Kühlturmsaison geht dem Ende entgegen – Reinigung und Desinfektion Ihres offenen Kühlsystems mit Pack-Cleanse

Es ist wieder soweit, viele Kühltürme werden zum Winter wieder außer Betrieb genommen. Ist Ihr Kühlturm für die „Wintersaison“ gerüstet ?
Nach Ende der Kühlturmsaison werden die Kühltürme ausgeschaltet, da die Kälte nicht mehr benötigt wird. Dieses Ausschalten ist mit diversen Reinigungsaktionen verbunden. Eventuell müssen Beläge entfernt werden, diverse Reparaturen fallen an.
Wichtig sind die Reinigung und die Desinfektion des Kühlturms.
Pack-Cleanse bietet sowohl Reinigung und Desinfektion Ihrer Kühltürme.

Das Pack-Cleanse Reinigungsystem reinigt effektiv leicht und moderat verschmutzte Kühlturmeinbauten in der Kombination von desinfizierendem Chlordioxid und der Reinigungskraft von einem schwach saurem Tensid Gemisch. Das System produziert einen stark anhaftenden Schaum, welcher sich an den Oberflächen bildet. Mit geringem Druck kann dieser Schaum wieder entfernt werden.

Pack-Cleanse Foamgel & Pack-Cleanse Foamgel Safe
Pack-Cleanse Foamgel basiert auf eine Phosphorsäure – einem Schaummittel, welches eine gute Verträglichkeit mit der Säure und dem Chlordioxid besitzt. Pack-Cleanse Foamgel Safe hat eine geringere Säurekonzentration und wird in Systemen eingesetzt, bei denen Korrosion ein Problem sein könnte.
Die Standard Verpackung für beide Produkte ist 10 Liter in 12,5 Liter Kanister.

Pack-Cleanse CD (Chlordioxide)
Das Produkt ist eine stabile Chlordioxide Lösung. Es ist in 250 ml Behälter verpackt. Es ist ausreichend, 50 ppm des Chordioxide in 10 Liter Pack-Cleanse Foamgel oder Pack-Cleanse Foamgel Safe hinzuzufügen.

Pack-Cleanse Entschäumer
Die Standard Verpackung für dieses Produkt ist 12,5 Liter. Pack-Cleanse Entschäumer wurde entwickelt, um die schäumende Wirkung des Produktes einfach rückstandslos zu entfernen.

Pack-Cleanse Neutralisator
Die Standard Verpackung für dieses Produkt ist 12,5 Liter. Die Neutralisationslösung neutralisiert den Überschuss von beiden Produktkomponenten Säure und Chlordioxide und ermöglicht somit eine sichere Entsorgung des verbrauchten Produktes aus dem Turm.

Vorteile von Pack-Cleanse
-Durch diese Reinigung entfällt die Notwendigkeit der Luftzufuhr
-Eine efffektive Alternative zum Ausbau der Kühlturmpacks
-Ein gutes Eindringen in die Kühlturmpackung
-Einfach anzuwenden
-Verringert die Ausfallzeit
-Verhindert Beschädigungen, die durch den Ausbau entstehen können
-Aerosole entfernen potentielle Gefahren
-Die Reinigungswirkung kann visuell überwacht werden

Vor der Pack-Cleanse Reinigung

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Nach der Pack-Cleanse Reinigung

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Sollten Sie Fragen zu dem Pack-Cleanse Verfahren haben, nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Unser Serviceteam freut sich darauf, Ihnen bei Umsetzung Ihrer Kühlturmreinigung und Desinfektion behilflich zu sein.
wasserservice@inprona.de

B&V Water Treatment Ltd. zu Gast in Berlin

In der Zeit vom 29.10 – 31.10.2013 war eine Delegation unseres Partners und Chemielieferanten B&V Water Treatment Ltd. zu Gast in unserem Unternehmen in Berlin. B&V Water Treatment´s Technical Managers Gwyn Hooper und Mark Newman informierten uns über Produktnews, spezielle Anwendungen von Wasseraufbereitungschemikalien und neue technische Innovationen im Bereich Wasseraufbereitung.

Ein wesentlicher Schwerpunkt des dreitägigen Besuchs war B&V Water Treatments Desinfektionsprodukt ABULOX. ABULOX ist ein Desinfektionsmittel gegen bakteriologische Verschmutzungen in Trinkwassersystemen. ABULOX ist ein aktives, stabiles Halogen auf Basis von flüssigem Caciumhypochlorit. ABULOX ist in der Lage Keime, Legionellen, Pseudomonas innerhalb von Sekunden abzutöten. Aufgrund des fast neutralen pH-Wertes ist dieses extrem schnelle Abtöten möglich. ABULOX wird nicht wie bei einer Chlordioxidanlage mittels eines Generators und zweier verschiedener Komponenten in das System geimpft – es handelt sich um nur eine Flüssigkeit die mittels einer Dosierpumpe in das System geimpft wird. Die Dosierung erfolgt über einen freien Chlorsensor, so dass es gewährleistet ist, das es zu keiner Überdosierung an freiem Chlor im System kommt. Über den freien Chlorsensor wird die Produktkonzentration im System überwacht. Aufgrund dieser Technologie kann gewährleistet werden, dass es zu keiner Überschreitung an freiem Chlor entsprechend „Der Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren nach § 11 der Trinkwaserverordnung (2001)“ kommt. In England und anderen europäischen Ländern wird ABULOX erfolgreich zur Bekämpfung von Legionellen in Trinkwasersystemen eingesetzt. Weitere Informationen zu ABULOX finden Sie auf den felgenden Seiten:
http://www.inprona.de/html/abulox_vergleich.HTM

Ein weiterer Schwerpunkt war die Behandlung von Kesselwasser. B&V Water Treatment verfügt auch in diesem Bereich über eine große Produktreihe verschiedener Chemikalien. Die Kesselwasserprodukte sind auf die einzelnen Anwendungsmöglichkeiten ausgelegt. So verfügt B&V Water Treatment über eine große Produktreihe an Sauerstoffbindern, Korrosionsschutzmitteln, Alkalinity Builders. inprona erhielt durch Mark Newman und Gwyn Hooper eine Reihe von interessanten Informationen um die Kesselwasserbehandlung für den Kunden noch effektiver zu gestalten.
Während des Aufenthalts von Gwyn Hooper und Mark Newman wurden von uns verschiedene Kundentermine organisiert, bei denen es zu interessanten Diskussionen zu verschiedenen Wasserproblematiken kam.

inprona war es eine große Freude Mark Newman und Gwyn Hooper in Berlin begrüßen zu können. Es bedeutet uns viel an dem großen Erfahrungsschatz von B&V Water Treatment Ltd. teilhaben zu können.

Wir bedanken uns für 3 hochinformative Tage bei Gwyn Hooper, Mark Newman und dem gesamten B&V Water Treatment Team

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The workers

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